Wer wirklich will, der kann viel

 von Mirja B. Eyßelein

Ich kann mich gut an ein Erlebnis erinnern, als ich im Sport zum ersten Mal einen sogenannten Maximalkraft-Test gemacht habe. Ich wollte wissen, wozu ich fähig bin – in diesem Falle: wie viel Gewicht ich vom Boden anheben konnte. Dazu musste ich eine Langhantel (wie Gewichtheber sie verwenden) anheben, die vor meinen Füßen lag.

Bei so einem Maximalkraft-Test geht man stufenweise vor. Man erhöht das Gewicht der Hantel durch das Aufstecken von weiteren Scheiben so lange, bis man aufgeben muss. Irgendwann ist der Zustand der Unfähigkeit erreicht. (Erinnert Sie das auch ein bisschen an das „Peter-Prinzip“?). Bis zu dieser Stufe muss man sich bei jedem Versuch ein wenig mehr anstrengen, um das Gewicht vom Boden abzuheben.

Was ich dabei innerlich erlebt habe, war bemerkenswert. Bei diesem Test kam ich eine Zeit lang mit überschaubarem Kraftaufwand gut durch, während die Hantel immer schwerer beladen wurde – und dann war Ende. Die Langhantel blieb einfach liegen. Mit meinem „halbseidenen“ Einsatz bewegte ich gar nichts mehr. Oh ja, die Erdanziehungskraft ist unnachgiebig.

Mit allen Fasern wollen

Also habe ich mich „richtig angestrengt“ (habe ich gedacht) – nichts passierte. Was dann kam, war für mich ein wichtiges Erlebnis. Erst als ich mich wirklich komplett auf die Aufgabe eingelassen hatte und tatsächlich all meine ganze Willenskraft konzentriert hatte – als ich wirklich mit allen Fasern WOLLTE – habe ich auch dieses Gewicht doch noch hochgehoben. Weniger als alles war hier zu wenig.

Ein neues Gefühl war das, mich wirklich vollständig zu fokussieren und damit das zu schaffen, was vorher aussichtslos schien. Grandios. Kennen Sie das?

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